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1637–1863 Tijd van regenten en vorsten

Sklaverei

Menschenhandel und zwangsarbeit in der Neuen Welt

Seit Christoph Kolumbus' großer Entdeckungsreise im Jahr 1492 emigrierten zahlreiche Europäer in die "Neue Welt" - fast immer zum Schaden der einheimischen Bevölkerung. Die Portugiesen waren die ersten, die ihre Zuckerrohrplantagen in Brasilien von afrikanischen Sklaven bewirtschaften ließen. Die anderen europäischen Kolonialmächte folgten diesem Beispiel. Insgesamt wurden im Rahmen des transatlantischen Sklavenhandels in gut 200 Jahren über 12 Millionen Menschen aus Afrika verschleppt, über 550 000 davon durch Niederländer. Einige Künstler hielten ihr schweres Schicksal in Zeichnungen fest.

Der niederländische Sklavenhandel begann 1621 mit der Gründung der Westindischen Kompanie (WIC). Die Schiffe der WIC wurden vor allem für Kaper- und Kriegsfahrten gegen die spanisch-portugiesische Flotte eingesetzt. So eroberte Piet Heyn 1628 die spanische Silberflotte, und 1638 verloren die Portugiesen das im heutigen Ghana gelegene Fort São Jorge da Mina an die WIC. Von 1624 bis 1654 waren Teile Brasiliens von niederländischen Truppen besetzt. Nach 1665 erfolgte die Anerkennung der niederländischen Kolonialansprüche auf Gebiete an der Küste von Guayana (Surinam, Berbice, Essequibo-Demerara) sowie auf die Antilleninseln Aruba, Bonaire, Curaçao, Sint Maarten, Sint Eustatius und Saba.

Auch dank des Sklavenhandels wurden die Niederlande zu einer der wichtigsten Kolonialmächte im atlantischen Raum. Bis 1730 besaß die WIC das niederländische Monopol auf diesen Handel, danach entwickelte sich die im Jahr 1720 gegründete Middelburger Handelskompanie zum größten Sklavenhändler des Landes. Verschiedene Handelshäuser in Rotterdam und Amsterdam waren ebenfalls am Sklavenhandel beteiligt, der um 1770 seinen Höhepunkt erreichte. Damals wurden pro Jahr im Durchschnitt ungefähr 6000 Sklaven verschifft. In den Jahren danach ging der Handel deutlich zurück.

Die Sklaven wurden zur Arbeit gezwungen und hatten keinerlei Einfluss darauf, wo, mit wem und wie sie lebten. Viele Sklaven aus Afrika und ihre in Unfreiheit geborenen Kinder arbeiteten auf Plantagen, auf denen Zuckerrohr, Kaffee, Kakao, Baumwolle oder Tabak angebaut wurden. Andere arbeiteten an den Salzseen von Curaçao oder als Hausbedienstete ihrer Herren. Nicht alle fügten sich tatenlos in ihr Schicksal; vor allem in Surinam suchten viele Sklaven ihr Heil in der Flucht. Sie versteckten sich im Urwald und bildeten dort eigene Gemeinschaften, ähnlich denen der dort lebenden Indianer. Außerdem kam es immer wieder zu kleineren oder größeren Aufständen auf den Plantagen oder in den Städten. Der größte Sklavenaufstand ereignete sich 1795 auf Curaçao. Inspiriert von den Idealen der Französischen Revolution und dem erfolgreichen Sklavenaufstand in Saint-Domingue (heute Haiti) verlangte Anführer Tula Freiheit für die Sklaven - eine Forderung, die er mit dem Leben bezahlen musste.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wuchs, auch in den Niederlanden, der Protest gegen den Sklavenhandel. Dennoch wurde die öffentliche Debatte häufig noch von den Interessen der Sklavenhalter beherrscht. Unter dem Druck Englands wurde der Sklavenhandel 1814 verboten. Die Niederlande schafften die Sklaverei erst am 1. Juli 1863 ab - als eines der letzten Länder Europas.

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